Humanbereich

Muskelfunktion und Neuromuskulär Stimulation

IMG_7821Der Körper eines Menschen verfügt über ca. 650 Muskeln. Neben großen Muskeln, z.B. im Bereich der unteren Extremitäten, finden sich auch extrem kleine Muskeln von wenigen Zentimetern Länge z.B. zwischen den Wirbeln. Muskeln arbeiten in der Regel nicht einzeln, sondern meistens als Gruppe und haben zumindest einen oder mehrere Gegenspieler:

Ein Beispiel: soll sich die Schulter nach vorne bewegen, so müssen sich mehrere hierfür nötige Muskeln anspannen und gleichzeitig ihre Gegenspieler (die, die die Gliedmaßen zurück bewegen) entspannen, sonst kann dieses Bewegung nicht erfolgen.

Verspannte Muskeln können sich weder funktionell anspannen noch entspannen – die Beweglichkeit ist folglich eingeschränkt.

Da die Muskeln im Verbund arbeiten, führt die Einschränkung in der Funktionalität eines Muskels notgedrungen zu Folgeschäden an anderen Muskeln, die bis hin zu strukturellen Schäden am Organismus reichen kann.

IMG_7810Skelettmuskeln sind sehr elastisch und können sich stark zusammenziehen. Die Muskelkontraktion geschieht als eine Reaktion auf Impulse der motorischen Nerven.

Muskelanspannung (Kontraktion) ist ein Vorgang der von Nerven hervorgerufen werden muss, Muskelentspannung dagegen muss nicht hervorgerufen werden. Die natürliche Entspannung ist eine Reaktion des Muskels darauf, dass der Impuls der Nerven nicht mehr gegeben wird.

Wenn ein Muskel sich verspannt, so bleibt die Muskelfaser kontrahiert – es erfolgt keine Entspannung, was schließlich zum Krampf führt. Daraus entwickeln sich Schmerzen, Bewegungseinschränkungen durch Kompensation und Verkürzung des geschonten Muskels.

Die beim Sport häufig auftretenden Muskelverletzungen sind Folgen einer Überlastung mit Zerreißung von Muskelfibrillen bis hin zu ganzen Fasern. Dies bedingt einen sofortigen Muskelkrampf sowie entzündliche Reaktionen. Der Körper bildet während des Regenerierungssvorganges neues Bindegewebe, dass unregelmäßig quer durch die Muskelfasern verteilt wird. Diese Art von Narbengewebe verringert Zugfestigkeit, Elastizität und somit uneingeschränkte Funktionalität des Muskels.

Durch Überreizung der Nervenenden der motorischen Nerven sowie Muskeln kommt es ebenfalls zur Bildung von sog. Muskelverhärtungen. Diese finden sich hauptsächlich im fleischigen Teil des Muskels. Druck auf eine solche Stelle führt zur Aussendung von Schmerzsignalen an andere Teile des Körpers, was wiederum zu nachfolgenden Verspannungen führen kann und ebenfalls zur Bildung von weiteren Muskelverhärtungen.

Aus dieser Situation kann sich der Muskel nicht selbst befreien.

Für all diese Muskelprobleme werden seit Jahrhunderten Massagetechniken angewandt. So werden taktile-sensible Funktionen des Körpers mittels Punktmassagen, Trigger-Point Techniken, Dehn-, Klopf-, Streichmassagen u.a. angesprochen.

Die Neuromuskuläre Stimulation ist eine weitere, Massagetechniken zusammenfassende Anwendungsmöglichkeit, die nicht nur die oberflächigen Muskelschichten erreichen kann, sondern vor allem über das Bindegewebe eine Schwingung bis in tiefe Körperregionen ermöglichen könnte.

Anwendungsmöglichkeiten finden Sie im Bereich Referenzen

Hinweis: Die dargestellten Bilder zeigen kein Medizinprodukt sowie keine Therapie in Sinne einer ärztlichen Verordnung. Als Massagetechnik ist diese Anwendung dem Bereich Wellness zuzuordnen.

Komplementärer Einsatz bei:

  • Präventiv zur Gesundheitsförderung und Wellness
  • Muskelprobleme durch Sportverletzungen
  • Muskelatrophien
  • Sehnen- und Bänderverletzungen
  • Wirbelsäulenmobilisation, Diskopathien
  • Triggerpunkt-Behandlungen
  • Akupressur
  • Hämatome
  • vegetative Erkrankungen
  • Stoffwechselprozesse im gesamten Körper
  • Neuralgien
  • Narbenkontrakturen
  • Aktivierung der zellbiologischen Regulation
  • u.v.m.